Ben kam Anfang 2001 als Familienhund zu uns. Zu der Zeit hatte ich mich
zwar einigermaßen über die Rasse informiert, die Unterschiede
innerhalb der verschiedenen
Zuchtverbände waren mir bis dahin aber nicht
bekannt. Das änderte sich schnell als ich mich nach einigen Monaten
um retrievergerechte Ausbildungsmöglichkeiten bemühte. Ich lernte,
was die Begriffe Dissidenz oder aus Schwarzzucht bedeuteten. Nicht nur, daß es
kaum Ausbildungsmöglichkeiten gibt und man generell nicht an Prüfungen
teilnehmen darf, auch daß die Zuchtbestimmung (und die Kontrolle derselben)
sich völlig von den VDH Zuchtvereinen unterscheiden. (Mehr dazu hier)
Ich habe Ben in den ersten Jahren auf einigen inoffiziellen Prüfungen geführt. Trotzdem seine Vorfahren nicht auf bestimmte Eigenschaften hin ausgewählt wurden, hat er seine Sache gut gemacht. Auch heute hat er noch Spass am Apportieren, lässt sich aber ungern in das wie und wann reinreden. In erster Linie ist er Familienhund und, wenn wir Welpen haben, der geduldigste Ersatzvater.
Durch ihn habe ich den ersten Einblick in die Retrieverarbeit bekommen. Ich habe eine Idee davon bekommen, wie groß selbst innerhalb einer Rasse die unterschiedlichen Zuchtrichtungen und wie wichtig die Anlagen für die späteren Aufgaben unserer Hunde sind. Diese bilden die Grundlage, die eine erfolgreiche Ausbildung erst möglich macht.



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